Going West...

 
14August
2013

Die letzten 2 Wochen...

sind nun angebrochen und ich daher gibt es von uns nochmal einen kleinen Zwischenbericht.Allzu viel kann ich euch allerdings nicht bieten, weil ich an einem Bibliothekscomputer sitze und daher die Zeit begrenzt ist. Deshalb findet ihr auch keine Fotos im Anhang.Doch nun zu uns.

Anja und ich haben wieder den Yukon verlassen uns sind nun seit gut einer Woche in Jasper, Alberta.Die lezten Wochen auf der Farm haben sich doch ziemlich hingezogen.Gail und Dirk waren zwar wirklich nette Leute,allerdings sind 1,5 Monate dann doch genug.Waehrend unserer lezten Wochen auf der Farm hatten wir uns noch einmal ein wenig Zeit zum Wandern genommen.So sind wir nochmals zurueck nach Skagway, Alaska, um den beruehmten Chilkoottrail zu wandern. 5 Tage sind wir den Pfaden der alten Goldgraeber gefolgt, unsere bis dahin schoenste Tour von allen.Nicht nur die Natur sind beeindruckend, auch findet man entlang des Weges ueberall Ueberbleibsel laengst vergangener Tage.Die damaligen Goldgraeber haben naemlich auf den beschwerlichen Weg von Skagway bis nach Lake Bennett so manches Zeug liegen gelassen. Im Grossen und Ganzen handelt es sich dabei um Muell.Konserven ueber Konserven verrotten so langsam am Wegesrand, eigentlich nur Schrott, der nun jedoch den Status von wertvollen Artefakten einnimmt.Aufregend ist es aber schon ein wenig, wenn man eine alte "Heinz"-Konserve von 1898 in den Haenden haelt, aus der mal  ein verlauster Goldsucher sein Mittagessen geloeffelt hat.Von Lake Bennett aus sind die Massen dann mittels selbstgebauten "Booten" per Wasserweg bis nach Dawson City weitergreist, insofern ihr Gefaehrt durchhielt. Dort angekommen mussten viele leider feststellen, dass vom Goldrausch keine Rede mehr war.Umsonst war es jedoch sicher nicht. Fuer viele war es das Abenteuer ihres Lebens. So hat es zum Beispiel auch Jack London mit seinen vielen Geschichten aus dem Norden zum gepreisten Schriftsteller geschafft.

Doch nun zu Jasper.Hier am Fusse der Rocky Mountains ist es gerade ziemlich hektisch.Die Stadt ist voll gestopft mitTouristen aus aller Welt.Anja und ich schlafen zur Zeit auf einen Campingplatz ca. 3km ausserhalb der Stadt.Wir waren natuerlich auch schon wieder Wandern.Der Skyline Trail macht seinen Namen mit 80% Weg oberhalb der Baumgrenze alle Ehre.Die Aussichten waren einfach traumhaft. Eigentlich wollten wir noch mehr Multiday Hikes machen, allerdings sind wir nach der letzten Tour doch ziemlich geschafft und kaempfen noch immer mit Muskelschmerzen in den Beinen.So werden wir uns also in den naechsten Tagen her mit Tageswanderungen vergnuegen.NOch ca. 2 tage bleiben wir in Jasper.Danach geht es weiter Richtung Sueden nach Banff und schliesslich nach Calgary.Wir freuen uns schon sehr auf die Heimat. Die Zeit kann gar nicht schnell genug vergehen. Aber sind ja nur noch 2 Wochen...

 

Also gut, bis hier hin erstmal. Vermutlich melden wir uns noch einmal bevor der Flieger geht. Viele Gruesse und bis bald.

16Juli
2013

Irgendwo im Yukon

Lange musstet ihr warten,aber nun endlich gibt es ein paar Neuigkeiten von uns aus Kanada. Wir sind nun schon seit einem Monat auf Gail's und Dirk's Ranch, die ca. 45 Autominuten von Whitehorse entfernt irgendwo am Alaska Highway liegt.Hier gibt es wieder eine Menge Vieh zu versorgen.Kuehe, Schweine und Huehner duerfen auf einer richtigen Farm nicht fehlen,aber mit rund 40 Pferden ist es eigentlich eine Pferde Ranch.Gail bietet auf ihrer Farm Pferdereitprogramme fuer Kinder an. So haben wir fast jede Woche eine Gruppe von Wendy-Maedchen auf der Ranch  herumspringen.Als jemand, dessen Kosmos sich nicht ausschliesslich um Pferde dreht, kann es unter den ganzen "Pferdenarren" manchmal schon etwas anstrengend werden.Die ersten 2 Wochen waren wir noch zu viert,da ein nettes Paar aus England ebenfalls auf der Farm aushalf.Das machte die ganze Sache sehr entspannt und vorallem spassig.So nach und nach wird es aber mit dem immer gleichen Tagesablauf etwas einspurig.

Fuer Abwechselung sorgen allerdings die Grizzlies, die in diesem Jahr durchaus penetrant ihr Dasein behaupten.Zweinmal haben sie schon den Huehnerstall gepluendert.Nach dem dieser mit Elektrozaun gesichert war, wurde die randvoll mit Fleisch gefuellte Tiefkuehltruhe geknackt.Mehr und mehr gleicht die Farm mit all den Elektrozaeunen nun Guantanamo.Und ich  selbst spiele in dem Szenario den Gefaengniswaerter. Dirk hat mir naemlich seine Flinte ausgehaendigt, mit der Aufgabe Warmschuesse abzugeben, insofern sich der Baer an irgendetwas zu schaffen macht.Jede Nacht liegen wir daher nun paralysiert im  Bett und kommen kaum in den Schlaf, weil wir auf jedes Geraeusch im Busch achten.Ich sehe mich allerdings  noch nicht in der Rolle des Rambo, der mit der Flinte bewaffnet aus dem Wohntrailer springt, um dem Baer sein Mitternachtssnack zu verderben.Ich habe immer gedacht, die Menschen hier muessen irgendetwas richtig machen. Ein friedliches Nebeneinanderleben von Baer und Mensch, basierend auf Verstaendnis und Respekt.Aber nein, es ist schlicht die Weite der Landschaft, die den Tieren noch genuegend Ausweichterrain bietet. Andernfalls wuerde es pro Jahr deutlich mehr Todesopfer durch Grizzlies geben oder, was wahrscheinlicher ist, die Baeren waeren schlicht und einfach schon weg von der Bildflaeche.Die Menschen, die naemlich hier in die Wildnis ziehen, haben zum Teil keine Ahnung, wie man sich mit den Baeren auf gute Weise arrangiert.In jeder Stadt gibt es baerensichere Muelleimer, doch hier im Busch ist von Praeventivmassnahmen keine Spur. So ist der Muell genauso wie das Viehfutter stets frei zugaenglich und verbessert wird nur da, wo der Baer schon einmal zugeschlagen hat.Angesichts dieser Ignoranz und Dummheit kann man nur den Kopf schuetteln.Ich bin kein Baerexperte,aber mir wuerden auf Anhieb eine Handvoll Dinge in den Kopf kommen, die ein harmonisches Zusammenleben durchaus moeglich machen wuerden.Zumal muss sich die Denkweise der Menschen hier grundlegend aendern. Es ist der Mensch, der sich hier im Baerenland  breit macht und nicht umgekehrt.Ich moechte niemanden verbieten sein Glueck in der Wildnis zuversuchen, jedoch soll sich mit all der Landinanspruchnahme einer Farm niemand wundern,wenn ploetzlich Baeren im Vorgarten stehen. So ist es eigentlich auch selbstverstaendlich, dass wir fuer den Schutz unseres Gutes verantwortlich sind.Und wenn ich der Meinung bin, ich muss Schweine im Baerenland halten, dann muss ich diese auch entsprechend schuetzen.Immerhin sind wir hier die Spezies mit dem grossen Gehirn.Ziel muss es sein, die Baren davor zu bewahren etwas dummes zu tun, sprich den Menschen mit einfacher Nahrung zu assoziieren.Und erst der letzte Schritt sollte die Waffe sein.Dabei unterstuetzte ich durchaus die Auffassung Einzelabschuesse  als Abschreckung zu taetigen.Immerhin liegt der einzige Grund der natuerlichen Scheu von Wildtieren darin, dass wir ihnen seit Jahrhunderten nachstellen.Denn seien wir ehrlich, uns allen bringt der Spaziergang durch den Busch mehr Genuss, wenn wir wissen, dass uns Wolf, Baer und Co gewissen Respekt zollen.Das darf aber niemals in sinnloser Ballerei enden. Und das ist das Problem hier drueben.Die Leute sind allzu gern zu voreilig.Kommt es zu Vorfaellen,greifen die meisten gleich zur Waffe, anstatt sich selbst an die eigene Nase zu fassen.Schliesslich muss man den Tieren die Moeglichkeit zum Lernen geben.Schiesst man die Baeren einfach weg, hat man vielleicht ein Jahr Ruhe bevor der naechste sein Glueck versucht.

Letztes Wochenende hatten wir uns ein paar Tage frei genommen und sind im Kluane National Park wandern gegangen. Zur Landschaft nur so viel: Absolutes Grizzly-Land!!Der National Park spiegelt so ziemlich alles wider, was man aus den Baerendokumentationen im Fernsehen kennt.Auf dem Pfad stolpert man ungefaehr genauso oft ueber Baerenkot, wie in Berlin ueber Hundescheisse.Dort hatten wir dann auch unsere erste echte Grizzly Begegnung.Eine Baerin mit 2 Jungen rastete auf dem Weg, sodass wir ausweichen mussten.Es ist ein unglaubliches Gefuehl, wenn man geradezu schutzlos diesen Tieren in der Wildnis begegnet. Der Schwarzbaer, den wir einst auf dem West Coast Trail ueberraschten, ist einfach davon gelaufen. Nicht aber so Mutterbaer mit ihren kleinen.Einer nach den anderen hat sich zunaechst  auf die Hinterbeine gestellt, um uns besser zu begutachten, bevor sie sich wieder  der Nahrungssuche widmeten.Ein anderes Highlight war die mehrmalige Bachueberquerung.Mit der Schneeschmelze in der Mittagssonne wurden die Baeche zum Teil wirklich tueckisch.Zwar reichte das Wasser selten zur Huefte, allerdings war die Stroemung so stark, dass es durchaus schwierig war sich auf den Beinen zu halten, besonders mit einem 20 Kg Rucksack auf dem Ruecken.Zweimal hiess es Hose runter und durch da mit dem Schluepper!Dabei erwiesen sich FlipFlops als sehr unpraktisch. Selbst mit Schnur an den Fuessen befestigt, wurden sie einfach weg gerissen und pendelten in der Stroemung.Anja stolperte mit Turnschuhen deutlich besser.

Zum Ende noch eine kleine Voraussicht, auf das was noch kommt. Anja und ich werden wohl noch bis Anfang August auf der Ranch bleiben und danach die letzten 2 Wochen im Banff und Jasper Nationalpark zu bringen.Das ist also einer der letzten Blogeintraege vor unsere Rueckreise.Wir freuen uns schon sehr auf die Heimat!!

Also seid lieb gegruesst und bis bald.

14Juni
2013

Endlich Whitehorse

Geschafft!Wir sind nun endlich in Whitehorse, Yukon Territory.Von Skagway waren es nochmal 3 Stunden Busfahrt bis nach Whitehorse. Morgen werden wir dann von den Besitzern unserer naechsten Ranch abgeholt.Wir sind gespannt,was uns erwartet.Anja und ich sind aber schon wieder am planen, wie es nach den paar Wochen Arbeit weitergeht.Urspruenglich war geplant den Bus zurueck nach BC zu nehmen.Allerdings wurden wir in Skagway auf einen Trail aufmerksam,der uns beide sehr sehr reizt.Skagway ist eine alte Goldgraeberstadt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde im Klondike River Gold gefunden, was einen enormen Goldrush hier oben ausloeste. Massen an Menschen versuchten ihr Glueck.Von Skagway aus fuehrt ein 33 Meilen langer Trail zum noerdlich gelegenen Bennett Lake.Das ist ein Pfad, der seinen Ursprung den Goldgraebern zu verdanken hat.Ueber Jahre hinweg diente der Pfad als Zubringer von Mensch und Material.Am Lake Bennett angekommen ging es dann mittels Boot weiter auf dem Yukon bis nach Dawson.Neben dem Chilkoot Pass  gab es noch den White Pass, der jedoch bald als "Trail of Dead Horses" bekannt wurde. Dieser Trail wird durch den Verlauf der heutigen Eisenbahnstrecke markiert.Heute stellt der Chilkoot Trail das laengste Museum der Welt dar, denn ueberall entlang des Trails findet man die  Hinterlassenschaften der Goldwaescher.

So weit so gut.Hier noch ein paar Fotos

14Juni
2013

Reise gen Norden Vol. 3

In Prince Rupert angekommen, standen wir nun vor der Entscheidung: Weiterreise mit Bus oder Boot? Das ist nicht nur eine Frage des Komforts.Natuerlich klingen 2,5 Tage Busfahrt nicht gerade reizvoll,allerdings ist und bleibt der Greyhound die preiswerteste Art zu reisen.Aber wie bereits erwaehnt, sollte man sich im Zweifel immer fuer den Wasserweg entscheiden. Die fabelhaften Eindruecke machen die Mehrkosten zu 100% wet.Diese Reise gehoert auf alle Faelle zu den Highlights unseres Trips. Zuvor muss man sich aber durch ein wenig Buerokratie quaelen.Denn der Grossteil der Fahrt fuehrt durch amerikanisches Hoheitsgebiet.Der Bundesstaat Alaska zieht sich naemlich in einem schmalen Band entlang der Westkueste und durchschneidet im Nordwesten die kanadisches Staaten Yukon Territory und British Columbia. Und wie wir alle wissen sind die Amerikaner ein wenig paranoid, was die Einreise von Auslaendern angeht.Ist das allerdings geschafft, erwartet einen eine unvergessliche Tour durch die verwundene Kuestelandschaft Alaskas. Fast die gesamten 2 Tage der Ueberfahrt haben wir draussen auf Deck verbracht.Achtern gab  es eine halbueberdachte Aussichtsplattform, auf der man mittels Schlafsack und Heizstrahlern im Freien schlafen konnte.Durch die Lange Fahrtzeit kommt man nicht drum herum diverse Bekanntschaften zu machen.Wir hatten unter anderen das Vergnuegen eine Amisch Familie kennen zu lernen.Der Mann baut Kuechenzeilen und hat mit seiner Familie den langen Weg von Ohio nach Alaska auf sich genommen,um hier im Norden eine seiner Kuechen zu installieren. Ein Freund der Familie begleitet sie und spielt den Fahrer, da Amisch Leute ja keine Autos fahren.Ausserdem wurden wir von einer Amerikanerin angesprochen, die wohl bemerkt hatte, dass wir Deutsche sind.Kaum im Gespraech lud sie uns zu sich nach Hause ein, wobei sie uns die Wahl liess: Washington oder Alaska.Na, Lust auf ein paar einsame Tage in der verschneiten Winterlandschaft Alaskas? Eigentlich ein ganz nettes Angebot oder nicht?!

Aber nochmal.Ich kann es jedem nur nahe legen, der Moeglichkeit hat, die nordamerikanische Westkueste zu bereisen, diese Faehrtour zu machen.Es gibt soviel zu sehen. Von malerischen Sonnenauf  und -untergaengen, sattgruenen Kuestenwaeldern bis hin zu schneebedeckten Gipfeln und Gletscherfronten.Unvergessen bleiben die Momente, wenn die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwindet, begleitet von einem Farbenspiel schiedenster Rottoene, welche den Himmel heiss lodernd erscheinen lassen, waehrend Weissflankenschweinswale in den Bugwellen der Faehre surfen.Absolutes Highlight der Reise: Springende Buckewale!!!

14Juni
2013

Reise gen Vol. 2

So weiter gehts.Von Port Hardy haben wir die Faehre, uebriegens in Flensburg gefertigt, nach Prince Rupert genommen. Die Ueberfahrt dauert ca. 15 Stunden und war ueberaus reizvoll.Wann immer man die Moeglichkeit hat, sollte man den Wasserweg hier drueben vorziehen. Die Eindruecke sind einfach unglaublich und erinnern sehr an Norwegens Fjiordlandschaften.Waehrend der Fahrt entlang der kanadischen Westkueste passiert man auch den Great Bear Rainforest,ein 70000 Quadratkilometer grosser Regenwald, der sich 400 km vom Norden Vancouvers bis nach Alaska erstreckt. Dieses Fleckchen Erde hat es wirklich in sich. Durch das maritime Klima hat sich ein Oekosystem gebildet, das seines gleichen sucht.Der Wald beinhaltet mehr Leben je Quadratmeter, als jeder andere Ort der Erde.Wade Davis, ein kanadischer Forscher und Autor, beschreibt den Wald als ein Oekosystem, so reich und produktiv, dass die Biomasse an den besten Stellen 4 mal so gross ist, wie an jedem anderen vergleichbaren Ort in den Tropen.Dabei bilden Wald und Ozean eine Art Synthese.Der Ozean versorgt den Wald mit ausreichend Wasser, dessen ausgewaschene Naehrstoffe wiederrum in den Ozean gelangen und somit die Grundlage fuer den Artenreichtum der Meere bilden.Wissenschaftler haben heraus gefunden, dass der Lachs dabei eine durchaus entscheidene Rolle spielt.Die 5 Lachsarten, Chinook, Coho, Chum, Sockeye und Pink Salmon, sind nicht nur Nahrungsgrundlage fuer Orca, Delphin, Baer und Co, sondern auch fuer den Wald. Die jaehrlichen Lachswanderungen zu den Laichplaetzen finden in so derartiger Saettigung statt, dass sie das Ueberleben fuer die beispielsweise ueberwinternden Baeren sichern.Die sterbenden Lachse und die reichlichen Frassreste von Baer, Wolf und Co leisten letztlich einen entscheidenen Beitrag zur Naehrstoffversorgung des Waldes.Und hier schliesst sich dann der Kreis. Keine Lachse bedeutet also auch keine Baeren und keine Orcas...

Aber auch dieses Oekosystem ist nicht perfekt und so greift auch hier der Klimawandel.In den letzten Jahren sterben naemlich mehr und mehr Yellow-Cedar Baeume.Die Wurzeln dieser Art sind nicht frosthart und benoetigen hohe Schneedichten, die die Wurzeln isolieren.Bleibt dieser aufgrund der allgemeinen Erwaermung jedoch aus, gehen die Baeume einer nach dem anderen im Winter ein.

Uebrigens ist dieser Regenwald auch moegliches Zuhause des sagenumwogenen Sasquatch, oder auch Bigfoot.Viele werden jetzt den Kopf schuetteln, aber man glaubt gar nicht, wie viele Menschen an die Existenz dieser Kreatur glauben.Gerade Menschen der entlegenden Breiten sind oft von dem Wahrheitsgehalt der Geschichten ueberzeugt.Seit den 50er Jahren gibt es zahlreiche Aufzeichnungen von Sichtungen, unerklaerlichen Schreien und Fussabdruecke.Und auch in den Mythen der verschiedenen Urvoelker taucht diese Kreatur unter diversen Namen immer wieder auf.Clayton Mack, der wohl beruehmteste Grizzly-Trapper der kanadischen Westkueste, beschreibt in seinem Buch "Grizzlies and White Guys" seine Erlebnisse mit den Sasquatch.Keine Ahnung, was ihr dazu sagt.Ich fuer meinen Teil bin mir gar nicht mehr so sicher.Die Kontinuitaet der Sichtungen ueber Jahrzehnte hinweg ist schon sehr erstaunlich.Und warum soll es nicht moeglich sein, dass sich eine Art Jahrhunderte lang im Verborgenen haelt.Im tropischem Regenwald tauchen schliesslich auch immer wieder neue Arten auf.

...wird fortgesetzt...

14Juni
2013

Reise gen Norden...

Hallo zusammen, da sind wir wieder.Unser letzter Post handelte ja ausschliesslich vom West Coast Trail und manche haben sich sicher schon gefragt, was wir seit dem so getrieben haben. Daher moechte ich euch mit den folgenden Posts gern auf den neusten Stand bringen.

Nachdem wir nun den Trail hinter uns hatten, waren Anja und ich erstmal ein wenig auf Entspannung aus.Von Nanaimo gings zunaechst mit dem Bus nach Ucluelet, ein kleiner Touristenort an Vancouver Islands Westkueste, der unter anderem fuer seine guten Surfbedingungen bekannt ist.Waehrend unseres Aufenthalts, war dort gerade ein mehrtaegiger Surfkontest im Gange, den wir teilweise verfolgten.Wirklich viel zu tun gab es hier aber nicht, so dass wir uns ein wenig Abwechselung verschafften.Auf dem Programm stand Fitnessstudio, Pool und Sauna.Leider habe ich es dabei leicht uebertrieben und durfte mich die naechsten Tage mit ueblen Muskelkater rumaergern.Anja hatte dafuer umso mehr zu lachen, da ich 2 Tage wie ein Spastiker durch die Landschaft lief. Ausserdem konnten wir uns ueberwinden eine Whale-Watchingtour zu machen.Ueberwinden deshalb, weil es zum einen nicht gerade preiswert ist und zum anderen ziemlich tourihaft obendrein.Gelohnt hat es sich aber auf alle Faelle.Wir konnten Seeloewen, Delphine und sogar ein paar Buckelwale beobachten.Ist schon wirklich beeindruckend, was es fuer Kreaturen auf der Welt gibt.Die Orcas blieben leider aus.Von Ucluelet gings dann nach ein paar Tagen weiter nach Courteny und von da aus teils via Bus, teils via Hitch-hiking nach Port Hardy, von wo aus uns die Faehre nach Prince Rupert bringen sollte.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Hitch-Hiking.Diese Art zu Reisen ist auf Vancouver Island ziemlich verbreitet.Wir haben sogar mal ein junge Deutsche getroffen, die auf der Insel ausschliesslich gehitch-hiked ist.Anja und ich halten davon allerdings nichts.Nicht nur wegen den moeglichen Risiken, sondern weil es oft genug einfach nur deprimierend ist.Die Zeiten haben sich geaendert und selbst die achso freundlichen Kanadier nehmen nicht mehr jeden mit.So kann man schon mal ein paar Stunden am Strassenrand zu bringen.Was allerdings auffiel, dass wir auschliesslich von jungen Damen in Kleinwagen mitgenommen wurden, die zudem allein unterwegs waren.Ob es nun daran lag, dass ich meist den Daumen herausgestreckt habe oder die Damen einfach nur Mitleid hatten, sei jetzt mal dahin gestellt.Die Vorstellung, seinen Rucksack einfach auf die Ladeflaeche eines Pickups zu werfen und aufzuspringen, erfuellt sich jedoch nicht,denn DIE halten so gut wie nie an.

31Mai
2013

Back in civilisation

Da sind wir wieder.Wohl auf und ohne groessere Blessuren haben wir die 75 km West Coast Trail gemeistert.Bevor ich zu den Einzelheiten komme, erstmal ein wenig Geschichte. Urspruenglich handelt es sich naemlich um einen alten Rettungspfad fuer Schiffsbruechige.Die Westkueste Vancouver Islands war bzw. ist naemlich eine durchaus gefaehrliche Seepassage, die mehreren Dutzend Schiffen schon zum Verhaengnis wurde.Allein entlang der 75 km langen Kuestenlinie des Trails liegen 25 Schiffe auf Grund.Unter Seefahrern war diese Passage daher auch als "Graveyard of the Pacific" bekannt. Um es den Ueberlebenden bzw. Rettungstrupps leichter zu machen, wurde schliesslich der Trail angelegt. Im Jahre 1973 wurde daraus dann das "Pacific Rim National Park Reserve" und seitdem duerfen ambitionierte Wanderer ihr Glueck abseits der Zivilisation versuchen.

Es brauch allerdings schon ein Weile, bis man ueberhaupt den National Park erreicht. Von Nanaimo haben wir zunaechst den Bus nach Port Alberni genommen, um von dort aus mit der Faehre ca. 4 Stunden durch eine wunderschoene Fjiordlandschaft bis nach Bamfield zu fahren.Dort angekommen muss man dann nochmal unglaubliche 20 $ pro Kopf investieren, damit man von einem der Eingeborenen die restlichen 6km  bis zum Trailhead kutschiert wird.Da warten dann nochmal 1,5 Stunden Einfuehrung auf einen, wo man gesagt bekommt, wie man sich gegenueber Baer und Puma verhalten soll usw..Danach ging es dann aber endlich los.Anja und ich sind im leichteren Norden gestartet, mit der Ueberlegung, den schweren Suedteil mit leichteren Gepaeck und mehr Erfahrung zu bezwingen.Ab dem ersten Tag muss man sich aber von der Vorstellung verabschieden, einen den europaeischen Wanderwegen entspechenden Trail zu wandern.Ehrlich gesagt ist es mehr ein Pfad als ein Wanderweg und des Oefteren kommt man sich wie auf einer Dschungelexpedition vor.Unzaehlbare Schlammloecher und Massen an glitschigen Wurzeln zwingen den Blick duchweg Richtung Fuesse.Will man die Umgebung bewundern, muss man schon anhalten.Darueber hinaus erwartet einen ein staendiges Hoch und Runter und letztlich gibt es noch unzaehlige Baeche, Fluesse und Schluchten, die es mittels Leitern, Haengebruecken und handbetriebenen Seilbahnen zu ueberqueren gilt.Ein grosser Teil des Trails fuehrt entlang des Strandes, wobei man eine Menge Wildlife erleben kann.Die meisten Tiere zeigen zudem so gut wie keine Scheu vor dem Menschen. Einmal konnten wir sogar einen Grauwal beobachten. Mit dem Wetter hatten wir auch wirklich Glueck. Eigentlich hatten wir mit sehr sehr viel Regen gerechnet, der uns allerdings bis zum 4 Tag verschont blieb. BIs dahin schien fast durchgehend die Sonne und man musste sich schon fast vor einem Sonnenbrand furechten. Schliesslich kam der Regen dann aber doch noch und zwar richtig.2 Tage hat es durchweg geregnet, so das selbst die besten Regensachen irgendwann kapitulierten.Das schlaegt wirklich aufs Gemuet, zudem wenn man dann morgens in die immer noch klammen Klamotten rein muss.Zeit zu Zeit trifft man auch andere Hiker an. Unter anderem trafen wir ein deutschen Paar aus Frankfurt/Main.Kaum im Gespraech beschwerte sich die Frau sogleich ueber den Zustand des Trails, der in keinem Verhaeltnis zu der Gebuehr von 130$ steht.Irgendwie typisch deutsch. Dabei wird ueberall davor gewarnt, dass man den Trail nicht unterschaetzt und zudem musste man auch dafuer unterschreiben, dass man das ganze auf eigene Gefahr und voellig freiwillig macht. Die 130$ Startergebuehr sind wohl eher auch nicht fuer die Instandhaltung des Trails gedacht, sondern vielmehr fuer die anfallenden Kosten durch Evakuierungen. 2 mla taeglich fliegt naemlich ein Helikopter der Kuestenwache den Strand ab und schaut nach verletzten Hikern.Allein im Mai mussten schon 5 Leute evakuiert werden und im Jahre 2012 waren es insgesamt 100.Der Pfad ist aber auch wirklich ein Knie- und Knoechel-Killer.

Nach 6 Tagen waren wir endlich mit den 75 km durch.Eine andere Wandergruppe von Studenten hatte uns netterweise mit dem Auto bis nach Victoria gebracht und sogleich zum Essen eingeladen.Nach der einspurigen Kost der letzten Tage gabs dann erstmal einen fetten Hamburger und heisse Schokolade-ein Traum!Obwohl wir eigentlich gar nicht so schlecht gelebt haben waehrend des Hikes.Zum Fruehstueck gabs Haferflocken mit Trockenfruechten, Nuessen und Milchpulver, zum Lunch Pumpernickel mit Trockenobst,Kaese und Knacker und abends immer eine Riesenportion Nudeln. Und ganz wichtig: Schokolade fuer die Stimmung.Das schoene dabei ist, mit jedem Happen wird der Rucksack ein Stueck leichter.

Alles in allem war es ein wunderschoener Trip. Die Natur ist einfach atemberaubend.Durch die vielen Niederschlaege an der Westkueste hat sich dort ueber die Jahrtausende ein richtiger Regenwald gebildet. Alles ist sattgruen und die Baeume sind von unbeschreiblicher Statur.An das Wandern mit schwerem Rucksack gewoehnt man sich auch sehr schnell. Mit rund 23 kg jeder haben wir an einem Tag sogar 20km geschafft.Auf leichteren Terrain geht also noch mehr.Allein das Campen ist ein wenig antrengender als in Europa, weil man die Baeren und Pumas beruecksichtigen muss. Das heisst, man muss schauen wo man kocht, damit nicht die ganzen Kochgerueche ins Zelt ziehen und man sollte nicht den Muesliriegel in der Hosentasche vergessen, wenn man schlafen geht. Auch muss man das ganze Essen sowie Zahnpasta (halt alles was interessant riecht) baerensicher verstauen. Also entweder hoch haengen oder in vorhandene Baerencontainer schliessen.Aber selbst wenn man das alles beachtet, ist man vor unerwarteten Begegnungen nicht sicher. Uns ist schon am ersten Tag ein Baer ueber den Wg gelaufen. Keine 15m vor mir trat der Gute ploetzlich auf den Trail.Scheinbar nutzen die Tierchen auch lieber die Pfade, anstatt sich durchs Gebuesch zu quaelen.Nachdem er mich gesehen hatte und ich ihn Arme schwenkend mit einem tiefen "Hey Baer" gegruesst habe, ist er zum Glueck davon gelaufen.Anders wird einem da aber schon.

So weit erstmal. Ueber unsere naechsten Plaene erfahrt ihr hier spaeter mehr.Bis dahin seid lieb gegruesst aus Kanadas Westen.

19Mai
2013

Auf zur naechsten Etappe...

Hallo zusammen.Schon wieder ist ein Monat rum und unsere Zeit bei den Zirnhelts ist fast vorueber. Morgen nehmen wir den Bus zurueck nach Vancouver.Von dort aus gehts dann mit der Faehre nach Vancouver Island.Zunaechst werden wir ein paar Tage bei den Eltern von einem Studienfreund  in Nanaimo verbringen ( in diesen Zusammenhang schon einmal herzlichen Dank an Stu und seinen Eltern).Es gilt schliesslich noch ein paar Vorbereitungen fuer den bevorstehenden Hike zu treffen.Uns erwarten rund 80 Kilometer  Trail und ca 7 Uebernachtungen entlang Vancouver Islands West Coast. Alles ueber den Trip erfahrt ihr im naechsten Post,insofern wir es zureuck schaffen.

Nun erstmal zu unserer Zeit  bei den Zirnhelts.Die Tage sind wirklich wie im Flug vergangen. Anja und ich hatten einen durchweg angenehmen Aufenthalt hier. Und doch sind wir froh, dass wir morgen abreisen werden. Das liegt zum einem daran, dass wir uns doch wieder sehr auf ein Stueck mehr Zweisamkeit freuen.Zwar hatten wir genuegend Privatssphaere, jedoch war der  Tagesablauf ziemlich festgelegt.Ich habe morgens halt gern die Wahl...aufstehen oder nochmal umdrehen.Ein anderer Grund fuer den Anflug von Euphorie ist, dass es nicht immer leicht war mit David zusammen zu arbeiten.Kurze Rede, langer Sinn.Es hat sich mitunter als schwierig erwiesen, es dem 65 jaherigen Rancher recht zu tun.Was in den meisten Faellen an mangelnder Kommunikation,Ruhe und Geduld lag.Nichts desto trotz war es eine super Erfahrung. Wir haben viele nette und vorallen interessante Menschen hier draussen getroffen, von der Natur ganz zu schweigen.Ich koennte mich an diesen Seenlick wahrscheinlich nie satt sehen.Und genau das macht die Sache so besonders hier.Ich meine, Scheisse schippen bleibt Scheisse schippen.Wenn man aber dazu in so einem Umfeld arbeiten kann oder darf, macht es die Sache doch deutlich angenehmer.Ein gutes Beispiel  dafuer passtierte erst vor ein paar Tagen. Wir hatten Lunch auf der Terrasse, die Sonne schien und alle genossen die Pause, als ploetzlich ein Elch keine 20m vom Ufer entfernt den See schwimmend ueberquerte.Diese Art von Erlebnissen macht es alles zu etwas besonderem.Interessant ist hier auch die Geschichte des Landes. Man darf nicht vergessen, dass grosse Teile Nordamerikas  erst in den letzten 200 bis 300 Jahren flaechig besiedielt wurden. Das sind nicht wirklich viele Generationen. So waren viele Rancher, wie auch die Zirnhelts Pioniere, als sie ins Beaver Valley zogen.Hier und da findet man zwar noch alte Holzhuetten, es ist jedoch in den wenigsten Faellen bekannt, wer die Leute waren und von woher sie kamen.Doch leider verschwinden diese Relikte mehr und mehr. Bestes Beispiel bildet auch hier das Beaver Valley. Einst gab es hier vielleicht nur eine handvoll Menschen, die hierr wohnten. In kleinen Huetten,sehr  zurueck gezogen mit einem vernachlaessigbaren Einfluss auf die Natur.Heute sieht das schon ganz anders aus. Es gibt eine Strasse und nahe zu auf jeder Uferseite des Sees kann man Hauser und Grundstuecke sehen. Allein die Flaeche, die die Zirnhelts fuer sich mit ihren vielen Kram und Schuppen beanspruchen, ist riesig. Und so geht das immer weiter.Nach den Zirnhelts kommen andere, die wiederrum die Landschaft umgestalten.Sei es durch Beweidung oder Forstwirtschaft und ueber kurz oder lang verschwindet diese Idylle, dieses scheinbare Gleichgewicht aus Mensch und Natur.Aus Naturlandschaft wird Kulturlandschaft und irgendwann vermisst man die durch den See schwimmenden Elche. Ich hoffe nur, die Menschen hier sind sich dieser Verantwortung bewusst. Das erinnert mich ein bisschen an unsere Reise durch Norwegen letzten Sommer. Jeden Abend waren Anja und ich naemlich  mit dem Bus auf der Suche nach einem idyllischen Plaetzchen fuer die Nacht. Anja kann besteaetigen, dass ich wirklich keine Moeglichkeit und keinen Waldweg ausgelassen habe, um ein moeglichst ruhiges und abgelegenes Oertchen am Fjiord zu finden.Aber es war aussichtslos. Selbst der verwegenste  Pfad fuehrte immer,aber wirklich immer zu Privateigentum mit Haus und Hof.Da fragt man sich irgendwann, was besser ist. Vorgegebene Siedlungsflaechen, um die gebliebene Natur-/ Kulturlandschaft zu schuetzen (wie in Deutschland) oder diese Art von Landschaftszerstueckelung?

Nun ja genug davon.Hier noch ein paar Fotos.Entschuldigt bitte die fehlenden Fotos von Anja. Scheint so, dass ich in naechster Zeit oefter mit der Knipse rumrennen  muss.

Bis bald.

 

05Mai
2013

Endlich Fruehling

Wir sind nun rund 2 Wochen bei den Zirnhelts und es ist mal wieder Zeit fuer einen Blogeintrag.Mit dem Mai kam auch der Fruehling.Schluss mit Regen, Schnee und Hagel.Jetzt ist die Sonne am Zug und man kann fast schon zu sehen,wie alles gruent und gedeiht. Heute hatten wir schon 22 Grad-fast schon zu warm zum Arbeiten.Anaj und ich haben uns hier ganz gut eingelebt.Die Arbeit ist sehr entspannt.Einen festen Ablauf gibts eigentlich nicht. Nur die Huehner muessen taeglich versorgt werden. Ansonsten steht natuerlich gerade der Garten ganz oben auf dem Programm. Alles andere wird nach Bedarf angepackt.Mit knapp 50 Rindern ist die Viehhaltung bei den Zirnhelts etwas kleinspuriger. Dafuer haben sie aber ein interessanten Beweidungsprojekt am Laufen. Anders als ueblich halten sie ihre Rindern von Herbst bis Fruehjahr naemlich im Wald und nicht auf Grasweiden. Nach einer vorherigen Durchforstung sollen die Rinder nun die Vegetation niedrig halten.Somit soll eine Kombiantion zwischen Viehhaltung und Forstwirtschaft geschaffen werden.Schon mal ne Kuh im Wald gesucht?Da kann man wirklich verrueckt werden, wenn beim Durchzaehlene am Ende immer eine fehlt. Sonst sieht es hier auf der Farm genauso aus wie auf der anderen-naemlich ziemlcih voll gekramt. Womoeglich liegt es an der Abgeschiedenheit, weshalb die Menschen hier draussen eine Abneigung dafuer entwickelt, sich von gewissen Dingen zu trennen. Man koennte es ja eventuell fuer spaeter oder etwas anderes nochmal verwenden, egal ob es kaputt oder zeitlich ueberholt ist.Bestes Beispiel bilden die ausgedienten Autos. Scheinbar hat jede Farm ihren eigenen Schrott-Carpark.Wenn man fragt, bekommt man meist die Antwort, dass sie die Autos als Ersatzteilspender nutzen. Ich bezweifele jedoch, dass jemamd nochmal  Hand an die zum Teil alten Schaetze anlegt.Zumal weil vor der Haustuer meist ein moderner Pickup aus der Neuzeit steht.Ausserdem findet man hier unglaublich viel altes Ackerbauequipment, speziell fuer die Arbeit mit Pferden. Als die Zirnhelts naemlich vor rund 30 Jahren hierher siedelten, vermochten sie alles mit Pferden zu machen. 12 Jahre haben sie ohne Strom und fliessend Wasser gelebt und dabei auch noch 3 Soehne grossgezogen.Geschadet hat es scheinbar nicht, denn 2 der Soehne leben in unmittelbarer Nachbarschaft. Also kein Naturschock.Ist aber wirklich beeindruckend, wenn sie von den alten Zeiten reden.Wirklich taffe Leute sind das.

Die Natur und Abgeschiedenheit hier ist wirklich unglaublich.Es gibt wohl kaum was idyllischeres, als abends auf den See zu blicken, wenn die Sonne langsam unter geht.Kein Autolaerm, kein nichts...nur die eindringliches Toene der Eistaucher.Immer haeufiger kann man auch Kolibris beobachten. Letztens waren Anja und ich mit den Booten draussen, als Anja ploetzlich was grosses, braunes im Ufergebuesch entdeckte. Der Hund bekam Wind davon und hat ziemlich  Krach gemacht. Wir sind uns nicht sicher, was es war.Vermutlich ein Elch.Es klang jedoch so , als wenn ein Panzer durch Unterholz rollt, als es die Flucht antrat.Baren haben wir insgesamt schon 5 gesehen. Langsam wird es zur Normalitaet. Zwischenfaelle gibt es eigentlich so gut wie keine, jedoch ist es immer eine gute Idee Pfefferspray bei sich zu haben, wenn man durchs Buschwerk kraucht.Ob es wirkt, ist die andere Frage. Wenn Anja und ich laufen gehen, nehmen wir immer in den Hund mit  und klatschen ab und zu in die Haende.

Die letzten Tage habe ich sehr viel mit fischen verbracht. Nach 5 deprimierenden Tage haben ich dann endlich doch was gefangen. 5 gut gewachsene "ich-habe-keinen-blassen-Schimmer".Es ist auf alle Faelle eine Art Weissfisch und zudem auch noch eine, die man fuer gewoehnlich nicht essen vermag. Ich bekam also nur ein muedes Laecheln als ich stolz wie Oskar meinen Fang praesentierte.Anja und ich haben es natuerlich trotzdem probiert und es ist wirklich nicht empfehlenswert. Zu viele Graeten und das Fleisch war mehlig-moderig.Egal, ich versuch es weiter. Scheinbar sollen sich in dem See ja Forellen und sogar Lachse tuemmeln. Ich bin gespannt.So das waers erstmla wieder. Alles weitere koennt ihr auf den Fotos sehen.

Rodeo Heute mit Auto, frueher mit Boot Recyclinghuette aus Reifen Huette von innen Ein neues Projekt? Leider die falschen..

24April
2013

Der erste Baer!

Hallo zusammen,

kleine Zwischenmeldung am Rande.Heute haben wir unseren ersten Baren gesehen. Ein recht grosser Schwarzbaer, den wir auf einem kleinen Hike keine 1000m von unserem Haus entfernt entdeckten.Der Gute war ca 400m entfernt und machte einen recht gemuetlichen Eindruck.Gestern konnten wir auch eine Elchkuh mit Jaehrling nur ca. 20 m entfernt beobachten.

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